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Tiere

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Engadinerschafe

Unsere Engadinerschafe leben in einem grosszügigen Offenstall mit ständigem Zugang ins Freie. Diese Haltungsform ermöglicht den Tieren viel Bewegung und entspricht ihrem natürlichen Verhalten.

Unsere Engadinerschafe werden mit Gras, Heu und frischem Laub gefüttert. Kraftfutter setzen wir nur sehr zurückhaltend ein, zum Beispiel wenn eine Mutter nach der Geburt von Zwillingen zusätzliche Unterstützung benötigt. Die Lämmer bleiben bei ihren Müttern, bis sie etwa vier bis fünf Monate alt sind und die natürliche Ablösung beginnt.

Die Engadinerschafe wurden trotz ihrer vielen Vorzüge im Laufe der Zeit von den Weissen Alpenschafen verdrängt. Ihre Bestände gingen stark zurück, konnten sich jedoch dank des Engagements von ProSpecieRara wieder erholen.

Die unbehornten Engadinerschafe sind leicht zu erkennen: Sie haben typische Hängeohren, eine ausgeprägte Ramsnase und sind im Vergleich zu anderen Rassen eher gross. Sie gelten als unkompliziert in der Haltung, da sie sehr widerstandsfähig sind, unter anderem auch gegenüber Klauenerkrankungen. Ihr Fleisch ist vergleichsweise fettarm und feinfaserig und wird deshalb sehr geschätzt.

Wollschweine
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Die intelligenten und charakterstarken Borstentiere faszinieren uns schon lange. Umso mehr freuen wir uns, dass im Sommer 2024 endlich Wollschweine bei uns eingezogen sind.

Unsere Wollschweine leben in einem grosszügigen Offenstall mit viel Platz zum Spielen, Bewegen und Wühlen. Sie zählen zu den Vorfahren unserer heutigen Edelschweine. Trotz ihres massigen Körperbaus ist ihr Galopp beeindruckend, und dank ihrer ausgezeichneten Geländegängigkeit eignen sie sich ideal für die Freilandhaltung.

Da Wollschweine sehr langsam wachsen, wurden sie im Laufe der Zeit von den leistungsorientierten Edelschweinen verdrängt, wodurch die Erhaltungszucht stark unter Druck geriet.

Durch ihr borstiges Fell sind Wollschweine besonders kälteresistent und können das ganze Jahr über draussen gehalten werden. Den Wollschweinferkeln genügt das von der Mutter gebaute Nest – sie benötigen keine Wärmelampen wie Mastschweine.

Die neugierigen und intelligenten Tiere haben einen gutmütigen Charakter, suchen den Kontakt zum Menschen und geniessen es, gekrault zu werden. Vorsicht ist jedoch geboten, wenn die Mutter ihre Ferkel führt. Wichtig sind zudem ausreichend Platz zum Wühlen sowie eine Suhle zur Abkühlung, die gleichzeitig beim Schutz vor Parasiten hilft.

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Appenzeller Barthühner

 

Das Appenzeller Barthuhn konnte mit der Legeleistung moderner Hybridzuchten nicht mithalten und geriet daher lange in Vergessenheit. 1985 startete ProSpecieRara eine Erhaltungszucht, um diese besondere Rasse zu bewahren. Bei uns leben die Appenzeller Barthühner in einem grosszügigen Stall mit einer 300 m2 Grossen Auslauffläche.

Ihr auffälligstes und namensgebendes Merkmal ist der Bart, den sowohl Hähne als auch Hennen tragen. Allen Farbschlägen gemeinsam ist die blaue bis dunkelgraue Beinfarbe. Der breit angesetzte Schwanz ist reich an schönen Sichelfedern. Im Vergleich zu vielen anderen Hühnerrassen ist der Geschlechtsunterschied besonders ausgeprägt: Der Hahn beeindruckt mit kräftigen Farben und seinem prominenten sichelförmigen Schwanz – ein wahrer «stolzer Gockel». Die Henne wirkt eher unauffällig, fällt aber durch ihre deutliche Brustwölbung auf.

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Schweizerhuhn

Anfang des 20. Jahrhunderts wurde das Schweizerhuhn als typisches Zweinutzungshuhn gezüchtet und war besonders wichtig in einer Schweiz, in der Selbstversorgung weit verbreitet war. Mit der Einführung leistungsstarker Hybridhühner, die deutlich mehr Eier legten oder schneller schlachtreif wurden, geriet das Schweizerhuhn jedoch zunehmend in Vergessenheit.

Bei uns leben die Schweizerhühner im Stall und auf wechselnden Weiden, auf denen sie immer ausreichend Futter finden. Ihr auffälliges Aussehen umfasst ein weiss gefiedertes Gefieder, einen dunkelroten, geperlten Rosenkamm, der nach hinten dornartig ausläuft, sowie einen gedrungenen, schweren Körperbau mit geradem Rücken. Dieses Erscheinungsbild passt gut zu ihrem ruhigen und zutraulichen Wesen. Schweizerhühner fliegen weder besonders gut noch besonders gern.

Die Tiere sind langlebig, robust und kommen auch mit frostigen Nächten gut zurecht. Als Zweinutzungshühner lassen sich die Hähne mästen, während die Hennen als gute Legehennen bekannt sind und pro Jahr 170 bis 200 Eier legen.

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Pommernenten

 

Die Bestände der Pommernente sind sehr klein und sie zählen zu den seltenen Nutztierrassen. Die Pommernente gilt als ausgezeichnete und zuverlässige Brüterin, und ihre Küken sind besonders robust. Sie wachsen schnell und befiedern sich rasch – nach nur 4–5 Monaten sind sie ausgewachsen.

Pommernenten werden für ihr zartes Fleisch geschätzt, aber auch ihre wohlschmeckenden Eier von etwa 70 Gramm erfreuen Kenner. Ein besonderer Vorteil dieser seltenen Enten ist ihre natürliche Schneckenbekämpfung: Sie halten ganze Gartenanlagen frei von Kriechtieren, wodurch wir keine Schneckenkörner einsetzen müssen.

Die Haltung der Pommernente ist unkompliziert, da sie an raues Klima gewöhnt ist. Wichtig sind jedoch ausreichend Platz und Zugang zu einer sauberen Schwimmmöglichkeit.

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Fehkaninchen

Bei uns leben die Fehkaninchen in großzügigen Stallungen mit Auslauf. Einige von ihnen teilen sich den rund 300 m² großen Auslauf mit unseren Hühnern und können dort frisches Gras und Kräuter genießen.

Fehkaninchen gibt es ausschließlich im blauen Farbschlag, der reinerbig vererbt wird.

Vor mehr als 100 Jahren versuchte man, das Fell des sibirischen Eichhörnchens auf Kaninchen nachzuzüchten, um es einfacher verfügbar zu machen. Dabei entstanden zahlreiche graue Kaninchenrassen. Anders als im Ausland konzentrierten sich die Züchterinnen in der Schweiz von Anfang an auf eine perfekte Perlung des Fells und auf Tiere mit nicht zu hohem Gewicht. So entstand aus den ersten dokumentierten Zuchtpaarungen von 1918 – aus wildfarbigen und blauen Kaninchen – das eigenständige Fehkaninchen in der Schweiz.*

Sein Name geht auf die alte Bezeichnung «Feh» für das graue Winterfell nordischer Eichhörnchen zurück. Bereits 1921 gründeten Schweizer Fehkaninchen-Züchterinnen einen Rasseclub, sodass die Rasse auf eine lange und gut dokumentierte Vereinsgeschichte zurückblicken kann.

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